Karte 1. Geburtstag Frau Piefke schreibt

Gedanken zum ersten Geburtstag

Eines soll­te ich wohl vor­aus­schi­cken: Ich lie­be Geburts­ta­ge! Ich lie­be die geheim­nis­vol­len Vor­be­rei­tun­gen, die fei­er­li­che Stim­mung, die leuch­ten­den Ker­zen und den Duft vom Geburts­tags­ku­chen, der durchs Haus schwebt. Und ganz beson­ders genie­ße ich die Geburts­ta­ge mei­ner Fami­lie. Denn an die­sen Tagen fei­ern wir, dass es jeden ein­zel­nen von uns gibt!

Vor Kur­zem durf­ten wir auf eine ganz beson­de­re Voll­endung eines neu­en Lebens­jah­res ansto­ßen — unse­re Mine ist ein Jahr alt geworden!
Den ers­ten Geburts­tag emp­fin­de ich als sehr beson­de­ren Fei­er­tag. Es ist nicht nur der Tag, der die Baby­pha­se ganz offi­zi­ell abschließt. Es ist gleich­zei­tig der Geburts­tag, der der eigent­li­chen Geburt noch so nah ist. Der Tag also, an dem nicht nur unser Kind auf die Welt kam, son­dern auch wir als Mut­ter oder Vater »gebo­ren« wor­den sind. Ob das nun zum ers­ten, zwei­ten, drit­ten oder vier­ten Mal geschieht — jede Geburt ver­än­dert uns und macht aus uns plötz­lich eine Mut­ter oder einen Vater von z.B. zwei/drei Kin­dern. Aus dem Sohn oder der Toch­ter wird plötz­lich ein »gro­ßes« Geschwis­ter­kind — ganz gleich, wie »groß« es tat­säch­lich schon ist. Mit der Geburt ver­än­dert sich also das gan­ze Fami­li­en­sys­tem — sich beschnup­pern und ken­nen­ler­nen hilft dabei, dass jede/r sei­nen neu­en Platz fin­den kann.

Geburtstags T-Shirt in Box 1. Geburtstag Frau Piefke schreibt
1 — schon 1? End­lich 1?! Die­se Zahl ziert nun für die nächs­ten Mona­te das Geburtstags-T-Shirt

Zurückschauen auf die Geburt

Auch den Umstän­den und Erfah­run­gen, die wir bei der Geburt selbst machen, spü­ren wir nach. Wir sind viel­leicht beein­druckt und stolz, was unser Kör­per alles schafft. Viel­leicht haben wir eine inten­si­ve Erfah­rung mit unse­rem Part­ner geteilt. Viel­leicht war die Geburt sehr kräf­te­zeh­rend oder ist an man­cher Stel­le nicht so ver­lau­fen, wie wir sie uns gewünscht und vor­ge­stellt haben.
All die­se Erleb­nis­se und Gefüh­le prä­gen uns — haben aber in den meist tur­bu­len­ten ers­ten Wochen und Mona­ten mit unse­rem Neu­ge­bo­re­nen wenig Raum. Es tut gut, das Seel­chen, wie mei­ne Heb­am­me immer sag­te, ab und an bewusst wie­der mit­zu­neh­men. Bei unse­ren bei­den Töch­tern haben wir Eltern zudem das Ritu­al gepflegt, uns genau ein Jahr nach der Geburt an die­sen aus­ge­spro­chen beein­dru­cken­den Tag ganz bewusst zurück­zu­er­in­nern. Wir durch­le­ben qua­si noch ein­mal die Vor­freu­de auf unser Kind, die Span­nung — Was wird auf uns zu kom­men?, die Zwei­fel — Wer­den wir das schaf­fen? Wir spü­ren auch der Kraft und der Zuver­sicht nach, die uns durch die Geburt — und schließ­lich auch durch das ver­gan­ge­ne Jahr — beglei­tet haben. Ich erin­ne­re mich noch genau, wie ich Dich, Mine, das aller­ers­te Mal sah, im Arm hielt und ich Dei­nen Duft in mich auf­sog — ich bestand nur noch aus tie­fer Freu­de, Stolz und Liebe.

Voller Dankbarkeit

Wenn ich mich an die Geburt Mines zurück­er­in­ne­re, brei­tet sich in mir das Gefühl gro­ßer Dank­bar­keit aus. Ich bin dank­bar, dass wir auch unser zwei­tes Kind gesund zu uns auf die Welt brin­gen konn­ten. Ich bin dank­bar, dass ich mit Dir ein so auf­re­gen­des, schö­nes und manch­mal auch kräf­te­zeh­ren­des ers­tes Lebens­jahr ver­brin­gen durf­te; Dich bei all Dei­nen gro­ßen und klei­nen Ent­wick­lungs­schrit­ten beglei­ten durf­te und konn­te. Mit Dir die Welt aus Kin­der­sicht zu erkun­den, Dich beim Aus­pro­bie­ren Dei­ner Fähig­kei­ten zu bestär­ken, auch Dein Zögern oder Stol­pern aus­zu­hal­ten und Dich bei Bedarf mit offe­nen Armen zu trös­ten — all das sind für mich als Mama unsag­bar wert­vol­le Erfah­run­gen. Ich dan­ke Dir aus gan­zem Her­zen dafür, dass ich sie mit Dir tei­len darf!
Und die­se gemein­sa­men Erleb­nis­se haben uns so sehr ver­bun­den! All das mache ich mir an die­sem beson­de­ren Tag, dem ers­ten Geburts­tag noch ein­mal bewusst.

Geburtstagstisch Mine 1. Geburtstag Frau Piefke schreibt
Unser Geburts­tags­kind ent­deckt das ers­te Mal Ker­zen und Geschenkepäckchen

Wie ein Fest Liebe ausdrücken kann

Aber nicht nur wir als Eltern bege­hen die­sen Tag acht­sam, auch Dei­ne gro­ße Schwes­ter spürt und trägt zum Zau­ber die­ses Tages bei. Mot­te fie­bert Dei­nem Geburts­tag bereits tage­lang vor­freu­dig ent­ge­gen. Mot­te kann sich die Zeit ohne ihre Schwes­ter gar nicht mehr vor­stel­len! Auch ihr Schwes­tern habt euch anein­an­der gebun­den — schon nach dem ers­ten Ken­nen­ler­nen hat­test Du einen fes­ten Platz in Mot­tes Herz! Als Baby zeig­te Dei­ne Schwes­ter Dir mit Küss­chen, Kuschel­ein­hei­ten und unzäh­li­gen »Ich-brin­ge-Dich-zum-Lachen-Momen­ten« wie sehr sie Dich ins Herz geschlos­sen hat.
Schließ­lich, eini­ge Tage vor Dei­nem ers­ten Geburts­tag, plant, über­legt und deko­riert Dei­ne gro­ße Schwes­ter, um ein wun­der­schö­nes Fest für Dich zu fei­ern. Was wol­len wir essen? Was kann das Geburts­tags­kind schon essen? Wel­ches Geschirr neh­men wir? Und wel­che Ser­vi­et­ten? Wer ist alles ein­ge­la­den und wo hän­gen wir die Luft­bal­lons auf??? Das ist so schön zu beob­ach­ten, denn es drückt so viel Lie­be und Zunei­gung aus. Der ers­te Geburts­tag ist somit nicht nur ein Fest für das Geburts­tags­kind. Im bes­ten Fal­le fei­ert die gan­ze Fami­lie — dass nun schon ein gan­zes Jahr lang ein Kind mehr dazu gehört!

Wie genau wir den ers­ten Geburts­tag von Mine fei­er­ten, wel­che Ritua­le uns hier durch einen Geburts­tag beglei­ten und unse­re Geschenk­ide­en für Ein­jäh­ri­ge wer­de ich in den kom­men­den Tagen für euch aufschreiben!

    Eure Katja

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5 Kommentare auf "Gedanken zum ersten Geburtstag"

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Küstenmami
Gast

Wun­der­schön hast Du das geschrie­ben <3 Ja, bei jedem Geburts­tag erin­ne­re ich mich auch wie­der an die Geburt und die ers­ten Stun­den danach. So ein Zau­ber lag in die­sem Anfang — und er hält bis heu­te an!

Ganz lie­be Grüße
Küstenmami

Anna
Gast

Oh ja, er ist so beson­ders — der ers­te Geburts­tag! Die Erin­ne­run­gen an die Geburt sind noch frisch und doch kann man sich gar nicht vor­stel­len, dass die­ses klei­ne Mensch­lein vor­her noch nicht da war. Aber ehr­lich gesagt: auch bei den fol­gen­den Geburts­ta­gen denkt man immer wie­der an die­sen einen Moment: als man sein gro­ßes Glück end­lich zum ers­ten Mal im Arm hielt. Mei­ne Gro­ße ist die­ses Jahr 5 gewor­den und trotz­dem sehe ich sie noch wie ges­tern auf mei­nem Bauch lie­gen und neu­gie­rig in die Welt gucken — kurz nach­dem sie gebo­ren wurde.

Lie­be Grü­ße, Anna

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[…] lan­ger Zeit ist unse­re zwei­te Toch­ter ein Jahr alt gewor­den. Wie ich euch bei mei­nen Gedan­ken zum ers­ten Geburts­tag bereits anver­traut habe, ist für mich ins­be­son­de­re der 1. Geburts­tag ein […]

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