Titel Kindergarten finden für Kinder mit besonderen BEDÜRFNISSEN Frau Piefke schreibt

Passenden Kindergarten finden für ein Kind mit Behinderung — mit dem Familienratgeber

Wer­bung

Die pas­sen­de Betreu­ungs­form und den rich­ti­gen Kin­der­gar­ten für das eige­ne Kind zu fin­den, ist nicht leicht! Da spielt es erst­mal kei­ne gro­ße Rol­le, ob das Kind eine Beein­träch­ti­gung hat. Benö­tigt das Kind aber auf­grund beson­de­rer Bedürf­nis­se ein ent­spre­chen­des Umfeld und För­de­rung, wird es für Eltern manch­mal wirk­lich schwie­rig. Denn dann ist oft schon die ers­te gro­ße Hür­de, geeig­ne­te Ein­rich­tun­gen über­haupt zu fin­den! Dazu möch­te ich euch heu­te das Ange­bot des Fami­li­en­rat­ge­bers vor­stel­len, das für Eltern sehr hilf­reich sein kann. Wei­ter­hin gebe ich einen klei­nen Über­blick, aus wel­chen Arten von Ein­rich­tun­gen Eltern für die Betreu­ung ihrer Kin­der wäh­len kön­nen und gebe Tipps aus mei­ner per­sön­li­chen und beruf­li­chen Erfah­rung, was bei der Aus­wahl der pas­sen­den Kita hel­fen kann.

Was ist der Familienratgeber?

Kennt ihr den Fami­li­en­rat­ge­ber? Familienratgeber.de ist eine Platt­form, die spe­zi­ell auf die Bedürf­nis­se von Men­schen mit Behin­de­rung und deren Ange­hö­ri­gen zuge­schnit­ten ist. Mit einem inklu­si­ven Blick­win­kel wer­den meh­re­re Hilfs­an­ge­bo­te rund um das The­ma Leben mit Behin­de­rung vor­ge­stellt. So fin­det man Infor­ma­tio­nen zu The­men wie Schwer­be­hin­de­rung, Rech­te & Leis­tun­gen oder Bera­tung & Hil­fe.

Was mich bei mei­nem ers­ten Besuch auf der Web­sei­te sofort ange­spro­chen hat: sehr durch­dacht und klar prä­sen­tiert sich der Inhalt anhand unter­schied­li­cher Lebens­pha­sen — mit die­ser ange­neh­men Über­sicht­lich­keit wird jeder neue Besu­cher will­kom­men gehei­ßen. Das half mir sehr, mich schnell zurecht zu fin­den.

Die Web­sei­te ver­sorgt einen mit vie­len hilf­rei­chen Infor­ma­tio­nen, die auf­zei­gen, was in den jewei­li­gen durch­leb­ten Fami­li­en­pha­se wie Geburt & Früh­för­de­rung, Kin­der­gar­ten & Schu­le, Bil­dung & Arbeit oder Frei­zeit & Fami­lie auf einen zukom­men kann — ver­se­hen mit jeder Men­ge wei­ter­füh­ren­der Tipps und Ant­wor­ten auf even­tu­el­le Her­aus­for­de­run­gen. Dabei wer­den emo­tio­na­le und sozia­le The­men genau­so auf­ge­grif­fen wie recht­li­che Fra­gen. So einen Über­blick hät­te ich mir sehr gewünscht, als ich noch in der Behin­der­ten­hil­fe gear­bei­tet habe!

Wer kon­kre­te Bera­tungs- oder Hilfs­an­ge­bo­te sucht, für den kann die Such­ma­schi­ne für loka­le Adres­sen oder auch das Forum zum Aus­tausch wert­voll sein.

Barrierefrei Kindergarten finden mit dem Familienratgeber Frau Piefke schreibt
Direkt auf der Start­sei­te zu fin­den: Leich­te Spra­che und Vide­os in Gebär­den­spra­che

Die Sei­te selbst ist weit­ge­hend bar­rie­re­frei und respon­si­ve gestal­tet — so behält sie auf einem Tablet/Smartphone den glei­chen Auf­bau, wie an einem PC. Die Infor­ma­tio­nen sind auch in leich­ter Spra­che zu lesen und eini­ge Inhal­te sind im Video­for­mat in Gebär­den­spra­che ver­füg­bar.

Wie genau der Fami­li­en­rat­ge­ber genutzt wer­den kann, habe ich an einem Bei­spiel für euch aus­pro­biert und lade euch im Fol­gen­den ein auf eine klei­ne Rei­se zur Beant­wor­tung der Fra­ge: Wie fin­de ich den pas­sen­den Kin­der­gar­ten­platz für mein Kind mit beson­de­ren Bedürf­nis­sen?

Welche Anforderungen haben wir an Bildungseinrichtungen für Kinder mit besonderen Bedürfnissen?

Als ich vor gut 12 Jah­ren durch mein ers­tes Prak­ti­kum in der Früh­för­de­rung in die Behin­der­ten­hil­fe ein­stieg, arbei­te­ten wir noch inte­gra­tiv. Was das bedeu­tet, hat die Bil­dungs­wis­sen­schaft­le­rin Susan­ne Abram sehr anschau­lich erklärt: »Bei der Inte­gra­ti­on von Men­schen geht es immer noch dar­um, Unter­schie­de wahr­zu­neh­men und zuerst Getrenn­tes wie­der zu ver­ei­nen.« Die päd­ago­gi­schen Fach­kräf­te hat­ten also das Ziel, jedem Kind die glei­chen Rech­te zuteil wer­den zu las­sen und ver­such­ten, Kin­der mit beson­de­rem För­der­be­darf in die nor­ma­len Grup­pen ein­zu­be­zie­hen.

Die Bil­dungs­land­schaft hat sich in den ver­gan­ge­nen Jah­ren wei­ter ent­wi­ckelt und stark gewan­delt. Die Päd­ago­gik möch­te heu­te inklu­siv arbei­ten. Der Unter­schied zwi­schen Inte­gra­ti­on und Inklu­si­on lässt sich am anschau­lichs­ten mit einem Bild statt mit vie­len Wor­ten erklä­ren:

Familienratgeber Grafik Inklusion Frau Piefke schreibt

Das Ziel der inklu­si­ven Bil­dungs­ar­beit ist also nicht mehr, bis­her aus­ge­son­der­te Per­so­nen wie­der ein­zu­glie­dern, son­dern viel­mehr, dass jede/r mit sei­nen Beson­der­hei­ten und sei­nem evtl. För­der­be­darf ange­nom­men wird wie er oder sie ist. Ohne einen Stem­pel. Ohne, dass die Per­son in eine Grup­pe defi­niert und somit zunächst aus­ge­son­dert wird. Es wird kein Label wie hoch­be­gabt, lern­be­ein­träch­tigt oder kör­per­lich behin­dert ver­ge­ben. Viel­mehr wird allen gleich­wür­dig das Recht zuge­spro­chen, akti­ver Teil die­ser Gesell­schaft zu sein. Dafür passt sich bei Bedarf das Umfeld den jewei­li­gen Bedürf­nis­sen an — nicht umge­kehrt. Ein wirk­lich guter Ansatz — der aller­dings nur gelin­gen kann, wenn es aus­rei­chend Fach­kräf­te gibt, die die dafür nöti­gen krea­ti­ven und manch­mal her­aus­for­dern­den Wege gehen kön­nen.

Dazu fin­de ich die Wor­te von Wil­lem De Klerk sehr pas­send:

»Bis­her war es wich­tig, dass jeder, der anders ist, die glei­chen Rech­te hat. 

In Zukunft wird es wich­tig sein, dass jeder das glei­che Recht hat, anders zu sein.«

Wil­lem De Klerk, Frie­dens­no­bel­preis­trä­ger und ehe­ma­li­ger Vize­prä­si­dent von Süd­afri­ka

Nun wur­de es kurz recht poli­tisch. Aber ich den­ke, es ist wich­tig, sich über unse­re Hal­tung — immer wie­der — Gedan­ken zu machen. Das The­ma Inklu­si­on habe ich in den paar Sät­zen natür­lich nur kurz umris­sen. Wer sich mehr in das The­ma ver­tie­fen möch­te, dem emp­feh­le ich die­sen sehr aus­führ­li­chen Arti­kel auf Wiki­pe­dia.

Und wie äußert sich nun Inklu­si­on in der früh­kind­li­chen Bil­dung — wie im Kin­der­gar­ten?  Was bedeu­tet das für die Päd­ago­gik in den Ein­rich­tun­gen? Um Men­schen mit beson­de­ren Bedürf­nis­sen nicht nur »teil­ha­ben« zu las­sen, son­dern sie viel­mehr in unse­re Gesell­schaft zu inklu­die­ren, ist die bes­te Mög­lich­keit: all­täg­li­che Begeg­nun­gen schaf­fen! Wün­schens­wer­tes­ter­wei­se von Kind­heit an! Und die­ser gemein­sa­me All­tag muss die jewei­li­gen Bedürf­nis­se von Kin­dern mit und ohne Behin­de­rung glei­cher­ma­ßen berück­sich­ti­gen. Es gibt meh­re­re Mög­lich­kei­ten, die­ses Ziel zum Bei­spiel in der Kin­der­be­treu­ung umzu­set­zen, die ich euch kurz vor­stel­len möch­te.

Welche Formen der Kinderbetreuung gibt es?

Wenn Kin­der mit und ohne Beein­träch­ti­gun­gen zusam­men auf­wach­sen und ler­nen, ist das also für alle Betei­lig­ten ein Gewinn! Um die­se Erfah­run­gen zu ermög­li­chen, gibt es ver­schie­de­ne Kon­zep­te und Struk­tu­ren für frü­he Bil­dungs­ein­rich­tun­gen wie Kin­der­gär­ten. Jedes Bun­des­land hat da unter­schied­li­che Grund­kon­zep­te und manch­mal auch ver­schie­de­ne Namen für ähn­li­che Her­an­ge­hens­wei­sen. Etwas ver­wir­rend für uns Eltern! Drei mög­li­che und recht ver­brei­te­te Kon­zep­te der Betreu­ung stel­le ich hier vor. Eine aus­führ­li­che Über­sicht stellt der Fami­li­en­rat­ge­ber hier bereit!

Inklusive Kindergärten

In inklu­si­ven Kin­der­gär­ten erle­ben Kin­der mit und ohne Behin­de­rung zusam­men den All­tag. Durch ein mul­ti­pro­fes­sio­nel­les, also gemisch­tes, Team von Erzie­he­rIn­nen und Heil­päd­ago­gIn­nen wer­den sie beglei­tet und bei Bedarf durch ent­spre­chen­de The­ra­peu­ten wie Logo­pä­den, Phy­sio- und Ergo­the­ra­peu­ten unter­stützt.

Einzelintegration in Kindergärten

Bei einer Ein­zel­in­te­gra­ti­on wird ein ein­zel­nes Kind mit beson­de­rem För­der­be­darf in einen regu­lä­ren Kin­der­gar­ten auf­ge­nom­men. Es gibt also kei­ne inklu­si­ve Grup­pen, in denen meh­re­re Kin­der mit und ohne Behin­de­rung gemein­sam betreut wer­den. Die päd­ago­gi­schen Fach­kräf­te sind hier (zeit­mä­ßig etwas bes­ser aus­ge­stat­te­te) Erzie­he­rin­nen, d.h., sie ver­fü­gen über ein höhe­res Stun­den­kon­tin­gend an Betreu­ungs­zeit pro Kind. Ergän­zend ist bei Bedarf die För­de­rung durch The­ra­peu­ten eben­so wie in inklu­siv arbei­ten­den Kin­der­gär­ten mög­lich.

Schulkindergärten

Kin­der, die alt genug für die Schu­le sind, für deren Ent­wick­lung es aber noch güns­ti­ger ist, ein Jahr län­ger den Kin­der­gar­ten zu besu­chen, gibt es in eini­gen Bun­des­län­dern das Modell der Schul­kin­der­gär­ten. In die­sem geschütz­ten Rah­men kön­nen sie sich auf den Schul­be­such vor­be­rei­ten.
Bei der Unter­su­chung zur Ein­schu­lung (Schul­ein­gangs­un­ter­su­chung) kann über den Besuch eines Schul­kin­der­gar­tens bera­ten wer­den. Der Besuch ist für die Dau­er eines Jah­res geplant. Die meis­ten Kin­der wer­den anschlie­ßend in eine regu­lä­re Grund­schu­le oder eine der immer weni­ger wer­den­den För­der­schu­len (das Kon­zept der Inklu­si­on setzt sich auch all­mäh­lich in den Schu­len durch!) ein­ge­schult.

Den passenden Kindergarten finden — leicht mit regionaler Suche

Wie fin­de ich denn nun die pas­sen­de Wunsch­ki­ta, die erfah­ren ist, Kin­der mit Behin­de­rung zu beglei­ten? Der Fami­li­en­rat­ge­ber ver­fügt über eine mitt­ler­wei­le recht umfang­rei­che Daten­bank einer Viel­zahl von sozia­len Ein­rich­tun­gen. Dar­un­ter sind sehr vie­le Kin­der­gär­ten zu fin­den. Im Haupt­me­nü von Familienratgeber.de gibt es die Rubrik Adres­sen vor Ort. Dort kann so ziem­lich alles, was im sozia­len Bereich zu suchen ist, gefun­den wer­den — neben Betreu­ungs­ein­rich­tun­gen auch Bera­tungs­stel­len, Sozi­al­päd­ia­tri­sche Zen­tren oder the­ra­peu­ti­sche Ange­bo­te wie Früh­för­de­rung, Ergo-, Phy­sio- oder Sprach­heil­the­ra­pie!

Kindergarten 2 finden mit dem Familienratgeber Frau Piefke schreibt
Zur Suche kön­nen ein­fach Schlag­wör­ter wie z.B. heil­päd­ago­gi­scher Kin­der­gar­ten und — damit ich auch Vor­schlä­ge aus mei­ner Regi­on erhal­te — ein Ort oder eine Post­leit­zahl dazu ein­ge­ge­ben wer­den. Mei­ne ent­spre­chen­de Such­an­fra­ge für Ham­burg spuck­te mir übri­gens 1068 Ergeb­nis­se aus. Lei­der auch vie­le Kitas, die gar nicht in Ham­burg lie­gen. Klei­ner Tipp: Geziel­te­re Ergeb­nis­se bekam ich dann, als ich eine Post­leit­zahl ein­ge­ge­ben habe. Also lie­ber PLZ anstel­le des Ortes neh­men 🙂
Bei klei­ne­ren Ort­schaf­ten kann die Funk­ti­on »Umkreis-Suche« hilf­reich sein. Von 10 bis 200 km kön­nen dann auch Adres­sen rund her­um ange­zeigt wer­den.
Anhand von ver­schie­de­nen Kate­go­ri­en kann die Suche zudem ein­ge­grenzt wer­den — bei­spiels­wei­se Geburt & Dia­gno­se, Kin­der­gar­ten & Co., Hil­fen im All­tag, Bera­tung oder Ämter & Kos­ten­trä­ger.

Falls ihr selbst ein Ange­bot habt oder kennt, das sich an Men­schen mit Behin­de­rung oder deren Ange­hö­ri­ge rich­tet, könnt ihr das unter­halb der Such­mas­ke in das Reper­toire des Fami­li­en­rat­ge­bers auf­neh­men las­sen!

Auswahl des passenden Kindergartens

Hat man dann durch die Such­ma­schi­ne eine — oder idea­ler­wei­se meh­re­re — erreich­ba­re Adres­sen von Kin­der­gär­ten gefun­den, zeigt bereits eine Kurz­be­schrei­bung ers­te Infor­ma­tio­nen an. Von allen Ein­rich­tun­gen ist prak­ti­scher­wei­se mit einem Klick eine aus­führ­li­che­re Beschrei­bung über die Basics wie Öff­nungs­zei­ten, Adres­se und Kon­takt­da­ten zu lesen. Dort sind die meis­ten Kin­der­gär­ten selbst ver­linkt, so dass die Home­page des Inter­es­ses ein­fach besucht wer­den kann. Und ab da kann ich nur emp­feh­len, was ich bei jeder Kita­platz­su­che rate: früh­zei­tig Kon­takt auf­neh­men und am bes­ten vor­bei schau­en! Dann bekommt man einen wirk­li­chen Ein­druck von der Atmo­sphä­re, vom Team und dem Mit­ein­an­der. Das Bauch­ge­fühl nach dem ers­ten Besuch weist oft den Weg!

Dann gibt es durch­aus noch wei­te­re Fra­gen, die man sich gut im Vor­feld über­le­gen kann. Die­je­ni­gen, die mir als Mut­ter zwei­er Kin­der, Erzie­he­rin oder Kitalei­tungs­team­mit­glied am häu­figs­ten begeg­net sind, habe ich hier ein­mal zusam­men getra­gen:

Rahmenbedingungen

  • Wo liegt der Kindergarten?

In Wohn­ort­nä­he oder zumin­dest auf dem Arbeits­weg? Aus eige­ner Erfah­rung kann ich sagen, dass gerin­ge­re Fahr­zei­ten den sowie­so schon durch­ge­tak­te­ten All­tag sehr viel Stress neh­men kön­nen.

  • Wie ist der Kindergarten zu erreichen?

Wel­che Ver­kehrs­mit­tel ste­hen uns zur Ver­fü­gung oder wür­den wir ger­ne im All­tag nut­zen?

  • Öffnungszeiten der Einrichtung

Passt die Betreu­ungs­zeit zu den eige­nen Arbeits­zei­ten? Wie sieht es mit den Schlie­ßungs­zei­ten aus? Von ledig­lich zwei Kon­zept­ta­gen über die Weih­nachts­schlie­ßungs­zeit bis hin zu »alle Schul­fe­ri­en ist die Ein­rich­tung geschlos­sen« kann alles dabei sein!

  • Wie viele und welche Fachkräfte sind in der Gruppe? Wie groß ist die Gruppe?

Inhaltliche Fragen

  • Nach welchem Konzept wird gearbeitet?

Klei­ner Tipp: am bes­ten vor­her in Ruhe in sich gehen und über­le­gen, bei wel­chen päd­ago­gi­schen Grund­sät­zen man sein Kind gut auf­ge­ho­ben sieht. Denn Eltern ken­nen ihr Kind am längs­ten und bes­ten. Sind freie Struk­tu­ren wie in offen arbei­ten­den Grup­pen das Rich­ti­ge? Oder lie­ber eine Kita mit dem Schwer­punkt auf Bewe­gung?

  • Wie sieht ein typischer Tag aus? Gibt es besondere Aktionen oder Ausflüge, die wöchentlich oder monatlich stattfinden?

Ich möch­te an die­ser Stel­le beto­nen, dass ich es nicht als Ziel anse­he, die Kita mit den meis­ten vor­ge­plan­ten Wochen­ta­gen zu fin­den — nach dem Mot­to: mon­tags geht es in die Turn­hal­le, diens­tags gehen wir immer ein­kau­fen, am Mitt­woch zur Eis­die­le.... Ganz im Gegen­teil! Freie bzw. fle­xi­ble Zeit hal­te ich für essen­ti­ell, um auf die jewei­li­gen Bedürf­nis­se der Kin­der ein­ge­hen zu kön­nen. Den­noch den­ke ich, dass die­se Fra­gen einen ganz guten Über­blick über den wirk­li­chen All­tag geben und ihn vor­stell­ba­rer machen. Und man als Eltern dadurch bes­ser ent­schei­den kann, ob es zur Fami­lie und zum Kind passt.

  • Wie wird auf die besonderen Bedürfnisse meines Kindes eingegangen?

Wer­den die­se oder etwai­ge Ein­schrän­kun­gen in einem Vor­ge­spräch über­haupt erfragt?

  • Umschauen im Gebäude und dem Außengelände

Ist es kind­ge­recht gestal­tet? Was jeder für anspre­chend hält, ist sicher indi­vi­du­ell. Da also wie­der aufs Bauch­ge­fühl lau­schen! Hier schaue ich z.B. auf Fol­gen­des: Wer­den unter­schied­li­che Mate­ria­li­en ange­bo­ten? Wie viel Selb­stän­dig­keit ist den Kin­dern mög­lich? Wel­che Mate­ria­li­en sind frei zugäng­lich? Sind Wege (z.B. zur Toi­let­te, in eine Küche, auf den Spiel­platz) auch für Kin­der mit kör­per­li­chen Ein­schrän­kun­gen mög­lich? Wie ori­en­tie­ren sich die Kin­der — wer­den bei­spiels­wei­se Sym­bo­le oder Fotos zum Auf­räu­men oder für eige­ne Fächer ver­wen­det?

Wel­che Kri­te­ri­en sind oder waren euch für die Suche des pas­sen­den Kin­der­gar­tens wich­tig? Wel­che Fra­gen wollt ihr ande­ren Eltern unbe­dingt an die Hand geben? Schreibt sie ger­ne unten in die Kom­men­ta­re!

Fazit

Ich weiß, dass es an den wohl meis­ten Orten einen gro­ßen Man­gel an Betreu­ungs­plät­zen gibt und man sich heu­te als Fami­lie fast schon glück­lich schät­zen kann, über­haupt einen Betreu­ungs­platz für das Kind zu bekom­men — unab­hän­gig davon, ob das Kind eine Beein­träch­ti­gung hat. Den­noch fin­de ich es enorm wich­tig, dass Eltern ihre Fra­gen stel­len und auch Wün­sche und Ansprü­che an die Per­so­nen haben, die ihre Kin­der tag­täg­lich beglei­ten. Denn auch das trägt ein Stück zu guter Qua­li­tät in der Betreu­ung bei und lässt uns päd­ago­gi­sche Fach­kräf­te immer noch ein­mal hin­ter­fra­gen, war­um wir die Din­ge so tun, wie wir sie tun. Also — stellt Fra­gen! Schaut euch um und macht euch ein eige­nes Bild — am bes­ten mit eurem Kind gemein­sam. Euer Kind wird euch recht schnell zei­gen, an wel­chem Ort es sich wohl und gut gese­hen fühlt. Und da wir alle ver­schie­den sind, kann es auch pas­sie­ren, dass euer Kind ein ganz ande­res Gefühl für bestimm­te Per­so­nen hat als ihr selbst.

Und viel­leicht kann das tol­le Ange­bot von Familienratgeber.de euch ja eine klei­ne Unter­stüt­zung sein!

    Eure Kat­ja

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14 Kommentare auf "Passenden Kindergarten finden für ein Kind mit Behinderung — mit dem Familienratgeber"

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Küstenmami
Gast

Dan­ke, lie­be Kat­ja, für Dei­nen aus­führ­li­chen und ein­fühl­sam geschrie­be­nen Arti­kel! Das ist total hilf­reich. Ich ken­ne eine Fami­lie mit einem lie­ben Klein­kind mit Beein­träch­ti­gung, die gera­de­zu ver­zwei­felt einen Betreu­ungs­platz sucht, der wer­de ich das mal emp­feh­len!

Ganz lie­be Grü­ße
Küs­ten­ma­mi

Katarina
Gast

Dan­ke fürs vor­stel­len der Web­site Kat­ja! Ich tei­le gleich mal dei­nen Bei­trag, denn die Sei­te hilft bestimmt vie­len Eltern.
Lie­be Grü­ße
Kata­ri­na

Wibi
Gast

Vie­len Dank für den tol­len Arti­kel. Ich weiß aus eige­ner fami­liä­rer Erfah­rung wie wich­tig das The­ma ist. Toll dass es eine Platt­form gibt, die die ein­zel­nen Mög­lich­kei­ten auf­zeigt.

Yoren
Gast

Ich bin sel­ber, glück­li­cher­wei­se, nicht in solch einer Situa­ti­on, aber über­zeugt, dass die­ser Arti­kel sehr hilf­reich für betrof­fe­ne Fami­li­en ist. Vie­len Dank für die­sen emp­feh­lens­wer­ten Bei­trag!!!

Lie­be Grü­ße aus Lüne­burg
Yoren

Anna
Gast

Lie­be Kat­ja,
schön, dass Du die­ses The­ma so aus­führ­lich und ein­fühl­sam auf­ge­grif­fen hast. Wir selbst haben ein Klein­kind mit Behin­de­rung in unse­rer Krip­pen­grup­pe und ich fin­de es toll, wie selbst­ver­ständ­lich die ERzie­her und Kin­der die­ses Kind inte­grie­ren. Ich weiß aber, dass das ganz und gar nicht selbst­ver­ständ­lich ist. Umso wich­ti­ger Eltern die genau olch einen Betreu­ungs­platz suchen Hil­fe­stel­lung zu geben.
Lie­be Grü­ße, Anna

Sandy
Gast

Wow! Das ist ja eine super tol­le Sache! Dan­ke für dei­nen aus­führ­li­chen Bericht, dass klingt alles wirk­lich inter­es­sant und ist ganz bestimmt sehr hilf­reich!

Lie­be Grü­ße,
San­dy

thura
Gast

Lie­be Kat­ja,

es ist genau rich­tig, dass du kurz mal poli­tisch wirst und dar­stellst, dass jede/r das Recht hat ein akti­ver Teil die­ser Gesell­schaft zu sein.
Schön, dass du auch nicht ver­gisst, dass dies nur mit aus­rei­chend gut geschul­ten Fackräf­ten gelin­gen kann. Denn wenn es aus­rei­chend Fach­kräf­te gibt, kön­nen die von dir ange­spro­che­nen krea­ti­ven und her­aus­for­dern­den Wege auch viel leich­ter gegan­gen wer­den und viel mehr Men­schen kön­nen ganz selbst­ver­ständ­lich akti­ve Tei­le der Gesell­schaft wer­den (Hof­fent­lich liest die Poli­tik das auch!). Die von dir ange­spro­che­ne Hür­de einen geeig­ne­ten Kita­platz zu fin­den wäre dann viel­leicht auch klei­ner.
Gut, dass es bis dahin so eine Platt­form wie den Fami­li­en­rat­ge­ber gibt. Dann hat man bei der Suche wenigs­tens eine Start­hil­fe. Dei­ne Fra­gen sind bestimmt eine gute wei­te­re Hil­fe, um die rich­ti­ge Kita zu fin­den.
Dan­ke für dei­nen aus­führ­li­chen Arti­kel!

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[…] ist und wie man Ratgeber-/Such- und Adress­funk­tio­nen am bes­ten nut­zen kann, habe ich hier übri­gens etwas aus­führ­li­cher […]

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